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Kleider machen Leute.

Die ersten Tanzbeschreibungen entstanden Mitte des 15. Jahrhunderts und befassten sich natürlich nur mit den Tanzgepflogenheiten der wohlhabenden Menschen. Auch die großen Münchner Geschlechter und der Adel dieser Zeit waren ein Teil davon. Unser Gewand ist aus diesem Grund so gut wie möglich der Mode der Deutschen Renaissance in der Region München nachempfunden.


Die Zeit war vergleichsweise schnelllebig und großen epochalen Umbrüchen krempelten alles um. Das Mittelalter war noch ganz und gar geprägt von der allumfassenden göttlichen Ordnung. Mit Beginn der Renaissance rückte der Mensch in den Mittelpunkt. Das Geld und nicht mehr so sehr die Abstammung regierte schon damals in zunehmenden Maße die Welt. Durch umfangreiche Handelsbeziehungen, die sich bei uns hauptsächlich nach Süden orientierten, waren die Einflüsse aus Frankreich und ganz besonders aus Norditalien sehr groß. Es ist also sehr wohl möglich, dass sich die Wittelsbacher Herzöge und Angehörige der Münchner Patrizierfamilien, um das Jahr 1500 herum, in Gewändern der Art wie wir sie tragen, mit genau den Tänzen, wie wir sie zeigen, vergnügt haben.


Wir wollen uns an dieser Stelle ganz besonders bei der Kostümschneiderin Kristina Kern bedanken. Unter außerordentlich kompetenter Beratung, Leitung und unermüdlicher Unterstützung schneiderten die Damen die Gewänder selbst.

Kristina,
ohne Dich hätten wir keine Chance gehabt!
Vielen Dank für alles!"


© circulus saltans puelach • Johannes Schuster • Letzte Änderung: 04. Januar 2013