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Die einzelnen Themen
  • Urkunde 8. August 806
    Ludwig Wamser, Leitender Direktor der Archäologischen Staatsammlung München, hat anlässlich unserer 1200jahrfeier im 3. Band der Pullacher Schriftenreihe in einem Beitrag mit dem Titel "Apud Puoloch" anhand dieser Urkunde belegt, dass Pullach wissenschaftlich belegbar mindestens 1200 Jahre alt ist. Es handelt sich dabei um ein Schriftstück vom 8. August 806 des Schäftlarner Bischofs und Abt Petto an das dortige Kloster des Hl. Dionysius.

  • Pullacher Benefizium
    Das Archiv der Pfarrei Hl. Geist Pullach enthält auch eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1920. Dabei ist besonders der Hinweis auf das Stiftungsjahr 1472 in Verbindung mit dem Bau der Alten Kirche bemerkenswert. Auch die Hinweise auf die Verbindungen zu Münchner Patriziergeschlechtern und dem Magistrat in München sind für uns wichig.

  • Geschichte Großhesselohe
    Herr Otto Gies hat mit Datum vom 28. September 1971 die sehr bemerkenswerte Geschichte der Kapelle Hl. Dreifaltigkeit in Großhesselohe zusammengetragen. Das Dokument legt u.a. sehr interessante Querverbindungen zwischen den Münchner Patrizierfamilen und dem Ort Pullach offen.

  • Bayerische Landtafel 1568
    Neun Jahre benötigte der Mathematiker, Astronom und Kartograph Philipp Apian das Land, um die erste, auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende Karte Bayerns zu erstellen. 1563 kann er seinem Herzog Albrecht V. die auf Pergament gezeichnete Große Karte von Bayern präsentieren. Auf einem Teil ist auch Puelach (Pullach) südlich von München zu sehen.
Spezielle Aufzeichnungen über Pullach

Freilich kann man hier nicht alles wiedergeben, was es an geschichtlichen Beiträgen zur Geschichte des Ortes gibt. Diese Auswahl scheint aber doch wichtig zu sein und ist insbesondere nicht jedem zugänglich.

Einmal ist es sicher interessant, die Kopie des Originaldokuments zu sehen, in dem Pullach das erste Mal in einer Weise erwähnt wird, die auch wissenschaftlich gefestigt ist. Letztlich ist das das historische Fundament.

Ein weiteres interessantes Stück ist aus dem Archiv der Pfarrei Hl. Geist Pullach. Alte Aufzeichnungen sind sehr rar. Diese erzählt fast beiläufig davon, wann die Alte Kirche etwa gebaut wurde und wer da ein Interesse daran hatte. Leider kann man auch hier nur seinen Interpretationsfähigkeiten freien Lauf lassen.

Schon andere Menschen haben sich für die geschichtlichen Zusammenhänge interessiert und alles erreichbare Material zusammengetragen. Erst zusammengenommen ergibt sich dann ein halbwegs schlüssiges Bild, um das Hier und Heute zu verstehen. Die Kirche mit allen ihren Einrichtungen ist da immer eine einzigartige Quelle, da sie einigermaßen kontinuierlich die Jahunderte überfauert hat.

Abgerundet wird alles durch eine Karte von unserer Gegend, erarbeitet von Philipp Apian 1563. Sie ist einen genaueren Blick wert. Auch hier sieht man welche Orte, mit welchem baulichen Merkmal, umgeben von welcher Landschaft existierten, besser gesagt für so wichtig erachtet wurden, dass sie Eingang in das Kartenmaterial gefunden haben.
© circulus saltans puelach • Johannes Schuster • Letzte Änderung: 04. Jamuar 2013